Pages

Posts mit dem Label best practices werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label best practices werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

14 Dezember 2014

SEO - I want to be N°1 on Goolge!



Deine wahre Konkurrenz ist der Link über dir. 

Bei der Search Engine Optimization, kurz SEO, dreht es sich darum, die eigene Webseite so zu optimieren, dass Sie in der Trefferliste der organischen Suche von Suchmaschinen möglichst weit oben erscheint. Gemäss der Studie von Petrescu (2014) zur Klickrate in den organischen Google Suchresultaten, ist eine Platzierung unter den ersten fünf Suchresultaten ideal. Diese erhalten auf Google 67.6 % aller Klicks, das erste Resultat 31.24 % davon. Ganze 71.33 % der Klicks bleiben auf der ersten Seite der Suchresultate.



Massnahme 1: SEO-Grundlagen - Überarbeitung von Titel-Tags
Da selten nach dem Firmennamen, sondern eher nach Produkten gesucht wird, ist als erste Massnahme der Seitentitel der Webseite mit einem aussagekräftigeren Titel-Tag zu versehen. Überlege dir dabei, wonach potenzielle Kunden auf Suchmaschinen suchen werden.

Massnahme 2: SEO-Grundlagen - Einführen von Meta-Tags
Um einen treffenderen Snippet* zu erhalten, empfiehlt es sich, einen Description-Meta-Tag zu erstellen. Diese Beschreibung kann ca. 1 – 2 Sätze enthalten. Für jede Seite der Webseite sollte ein informativer und prägnanter Meta-Tag erstellt werden.

<meta name=“description” content="füge hier die Kurzbeschreibung ein.”>

Der kostenlose Web-Service von Google, das Google Webmaster-Tool ist für die Massnahmen 1 & 2 hilfreich, da im Bereich zur Content-Analyse angezeigt wird, falls Meta-Tags zu kurz oder zu lang sind, oder ob sie sich zu oft wiederholen.

Massnahme 3: Webseitenstruktur verbessern
Es ist empfehlenswert eine HTML-Sitemap einzubauen. Dies ist eine gewöhnliche Seite auf der Website, die deren Struktur abbildet und normalerweise in der Fusszeile zu finden ist. Diese Seite ist primär zur Orientierung von menschlichen Besuchern gedacht, doch auch Suchmaschinen suchen sie auf, um eine Übersicht über den Content zu erhalten. Effektiver für das Crawlen* einer Webseite ist jedoch eine XML-Sitemap-Datei. Eine solche Datei kann auf dem Google Webmaster-Tool eingereicht werden und fördert die Platzierung von Treffern in untergeordneten Seiten auf der Suchergebnisseite von Google (Google 2011).


Massnahme 4: Optimierung des Contents
Der Inhalt einer Webseite muss stets optimiert werden, damit sie mehr Anklang findet. In diesem Zusammenhang sollte man sich auch überlegen, wer wie nach den Inhalten sucht. Das Google Webmaster-Tool zeigt die häufigsten Suchanfragen an, für welche die Webseite erschien und welche die meisten Nutzer auf die eigene Seite führten. Google AdWords hat ebenfalls ein praktisches Tool, welches häufige Schlagwörter mit ihrem geschätzten Suchvoluemn evaluiert. Bei der Erstellung von Content sollten möglichst diese relevanten Schlagwörter verwendet werden.


Massnahme 5: Verlinkungen & Popularität
Die Popularität einer Webseite steigert automatisch ihre Suchmaschinenplatzierung. Je mehr Backlinks* auf eine Webseite führen, desto stärker der Effekt (Google 2011). Daher ist die Verlinkung aller Kanäle sehr wichtig. Auf Sharethis.com lassen sich gratis individuelle Social Media Sidebars erstellen, welche auf der Homepage eingebettet werden können. Im Rahmen dieser Massnahme kann ebenfalls der Kontakt mit themenverwandten Webseiten/Blogs/Social Media Kanälen aufgeommen werden, welche Interesse daran haben, auf die eigene Webseite hinzuweisen.


Mit diesen fünf Massnahmen kann ohne finanzielle Investitionen die Listung der Webseite in Suchresultaten gefördert werden. Eine Platzierung auf der ersten Seite der Resultate hängt jedoch auch immer von der Popularität des Suchworts und entsprechenden Mitbewerbern ab. Eine sicherere Möglichkeit, welche jedoch kostenpflichtig ist, ist die Verwendung einer Google AdWords Kampagne, bei der eine Anzeige zuoberst bei den Suchtreffern von ausgewählten Schlagwörtern platziert werden kann.
Glossar


Snippet = Der Text unterhalb des Titels einer Webseite auf den Suchergebnisseiten. Hier werden Zusammenfassungen der Seite oder Teile von ihr, welche mit den Suchbegriffen übereinstimmen angezeit.

Crawlen = Das Analysieren von Websites durch Suchmaschinen-Software zur Indexierung des Contents.

Backlink = Link auf einer anderen Webseite, der auf die eigene Webseite führt.

11 Dezember 2014

Bilder sprechen mehr als 1000 Worte


Schon als Kinder liebten wir Bilderbücher. Daran hat sich bis heute nicht gross etwas geändert. Nur das Format der Bilderbücher. Heute sind es Bild-basierte Social Media Plattformen die ihren Platz eingenommen haben.

Auf Pinterest, Instagram und Co.  teilen und surfen wir besonders gerne, denn wir reagieren extrem auf visuelle Reize und lieben Geschichten heute wie gestern. Ästhetische Bilder kreiieren positive Emotionen und übermitteln viel mehr Informationen als Text. Zudem sind die meisten Menschen visuelle Lerner. Dies bedeutet, dass sie ich Dinge besser durch Bildern merken können, als durch Text. Dies birgt ein riesiges Potenzial für Marketer und erklärt den grossen Erfolg der Bild-basierten Social Media Plattformen, speziell Pinterest. Um hier erfolgreich zu sein, sollte man folgende Dinge verstehen:

Content vs. Profil
Benutzer folgen Profilen eher, weil sie hochwertige und interessante Bilder posten. Für die meisten Nutzer ist die Person hinter dem Profil eher nebensächlich.
 

Inspiriere!
Je eher deine Bilder die Nutzer inspirieren und in den Bann ziehen, desto eher werden sie diese teilen. Gib deinen Nutzern Ideen und biete Ihnen so einen Mehrwert.

Auf die Linie achten
Bleibe deiner Linie treu. Poste nicht querbeet sondern halte dich an ein Thema und eine Stilrichtung. Dein Auftritt auf Bild-basierten Social Media Plattformen ist die visuelle Repräsentation deiner Marke.

Go viral
Dein Ziel sollte es sein, Marken-Ambassadoren zu gewinnen, die zu deinem Produkt und deiner Marke passen. Sie helfen dir, deine Bilder viral zu verbreiten.

 Acne Produkte von Kunde in Scene gesetzt

Involviere!
Konsumenten interagieren mit Marken via Bilder, welche sie auf Ihrem Social Network entdecken. Meistens sind dies Fotos von Freunden oder dritte Profilen. Der Fakt, dass die Bilder User-generiert sind, macht sie authentischer, vertrauenswürdiger und schlussendlich überzeugender. Starte daher Aktionen, um den User-generierten Content zu erhöhen. Eine gute Art dies zu tun, ist die User zu involvieren und sie zu ermuntern, Momente und Erfahrungen mit deinem Produkt zu teilen. Dies kann sehr gut mit einem Wettbewerb verbunden werden. Frage sie zum Beispiel: "Zeige uns wo du am liebsten mit deiner XY-Tasche zu unterwegs bist!" oder "Zeig uns für welches Rezept du unsere Zutaten am liebsten Verwendest!" usw. Lasse die User voten und sie werden automatisch für dich (bzw. für sich) werben! Zwei Beispiele:
  • Canon forderte seine Nutzer auf; "Show us how you bring it!"
  • We Heart It - eine weitere Social Media Plattform - machte Eigenwerbung indem die User gefragt wurden wie sie "hearten". Siehe hier 
Interagiere!
Zeige deinen Fans, dass du dich für sie interessierst und teile Fotos auf denen Sie deine Produkte verwenden oder neu interpretieren! Dies wird Usern zusätzlich einen Anreiz geben, deine Produkte auf Bildern zu verwenden und sie so zu promoten!

Daniel Wellington Watches zeigt hier, wie Kunden ihre Uhren tragen und nennt sie liebevoll "Daniel Wellingtoners". Nachmachen!


Quellen:
(Fallon 2014)
(Vong 2012)
(Aguilar 2012)

11 November 2014

Gib dir ein digitales Gesicht

Oft genug haben wir jetzt gehört wie wichtig der Internetauftritt einer Firma ist. Aber was ist mit dir selbst? Google weiss eine Menge über dich (Cookie-sei-dank) und jetzt mischt sich Facebook noch mit ein und verfolgt dich auch auf deinem Handy via Facebook ID. Langsam bekommt man das Gefühl, die Kontrolle über das eigene Bild im Internet zu verlieren.


Deshalb nimm die Kontrolle zurück und steure dein digitales Bild selbst. Ich habe heute dafür ein tooles Tool entdeckt, mit dem man sich super im Web profilieren kann ohne direkt eine eigene Website aufbauen zu müssen. About.me kannst du quasi als Homepage für deinen digitalen Fussabdruck verwenden. Verlinke deine Profile und schreibe etwas über dich. Wer bist du? Was machst du? Woher kommst du? Was willst du?

Warum du das tun solltest? Eine Online-Recherche über dich gehört wohl mittlweile zum Standardprogramm für jeden Einstellungsprozess. Mach es deinem zukünfigen Arbeitgeber etwas einfacher und hinterlasse gleichzeitig einen professionellen Eindruck. Denn Google & Co. werden dich auch in Zukunft online verfolgen - das beste was du tun kannst ist die Kontrolle über dein Image zu übernehmen und es selbst zu steuern.

Was denkst du darüber? Siehst du den Nutzen so positiv wie ich oder hast du bedenken?

06 November 2014

Meanwhile at Swisscom ...


In unserem allerersten Post wollten wir herausfinden wie es in der Schweiz so in Sachen Social Media steht. Unsere Bottom Line war: gar nicht so übel. Eine der Firmen welche in Sachen Social Media in der Schweiz in der oberen Liga mitspielt, ist die Swisscom (grösster Schweizer Mobilfunkanbieter). Wir hatten das Glück, dass Jan Biller, Social Media Manager & Community Manager bei der Swisscom als Gastreferent in unserer Lektion zu Gast war (vielen Dank unserem Dozenten Bruno Bucher für diese Möglichkeit!).

Jan Biller, Social Media & Community Manager, Swisscom


Digitaler Fussabdruck
Die Swisscom ist v.a. aktiv auf:
  • Facebook, primärer Zweck: Branding & Kommunikation und vermehrt social commerce (Verkauf von Zubehör wie Wearables)
  • Xing, primärer Zweck: HR
  • Linkedin, primärer Zweck:HR
  • Youtube,  primärer Zweck: Kommunikation
  • Twitter, primärer Zweck: Support

 Eigene Media Platforms:
Ein Redesign der Community und der Labs ist auf Ende Jahr geplant: Dabei sollen die beiden Plattformen zusammengeführt werden.



 Strategische Grundsätze
  • Wenige, dafür starke Präsenz
  • Swisscom geht dorthin wo der User ist (Beispiel Neueintritt Google+)
  • Swisscom bietet dem User einen Mehrwert in seinem Alltag
  • Swisscom führt Dialog und ist kritikfähig (in der Community wurde noch nie etwas gelöscht und man ist vorsichtig mit Zensureinsatz).

Die Umsetzung von Customer Care Services via Social Media... 
ist bei der Swisscom meiner Meinung nach besonders vorbildlich, deshalb möchte ich auf diese Thematik genauer eingehen. Zu den wichtigsten Kanälen im Customer Care Bereich zählen die Support Community und Twitter:

  • Twitter. Besondere Merkmale:
    - Antwort innert 24h
    - verifizierte Kundeninformationen
    sind im System vorhanden (welcher Kunde ist wer im Social Media?). Daher können Anfragen besser beantwortet werden und man erhält direktes Feedback (auch positives bei gutem Service!)

  • Support Community. Besondere Merkmale:
    -
    Die Community basiert auf dem "Kunden helfen Kunden"-Prinzip,was eine messbare Callreduktion gererierte und auch als proaktive Störungskommunikation (Incident Management) mit minütlichen Updates fughiert.
    -
    Antwort durchschnittlich innert ca. 4h, Antwortrate zu 96% User to User

Spezialität der Support Community: Der Superuser
Dieser Teil des Refererats hat mich wirklich am meisten "aus den Socken" gehauen, denn die Superuser sind der wichtigste und tragende Bestandteil der Swisscom Community. Die knapp 40 Superuser sind tagtäglich auf der Community aktiv und erbringen eine immense Support-Leistung (siehe Grafik unten). Dabei ist besonders faszinierend, dass die Superuser NICHT gekauft sind. Daher kann der Kunde sicher gehen, dass sie die Wahrheit sagen: läuft etwas nicht gut teilen sie dies der Swisscom mit – und auch alllen anderen.
 


Uns hat besonders interessiert: Wie bringt die Swisscom diese Menschen dazu, ein derartiges Engagement zu zeigen, bzw. was motiviert die Superuser? Ist es Ruhm & Ehre? Wissen? Oder Belohnungen? Oder geht es um Exklusivität? Es scheint eine Kombination der Faktoren zu sein. Die Superuser sind speziell intrinsisch motiviert. Die stärksten Motive laut Jan Biller sind die folgenden:
  • Ein Superuser erhält „Kudos“ für seine Beiträge. Dies entspricht dem Gamification-Trend: Es gibt ein Ranking der Top-Autoren, welche spezielle Avatare und Signaturen einsetzen dürfen und einen Rang erhalten. Gemäss Jan Biller reicht allein schon ein solches System, um eine Community am Leben zu halten.
  • Enormes Interesse an Themen & Produkten
  • Wissenerwerb & Weitergabe von Know-How
  • weitere Motive sind: Anerkennung, Interesse an Fimra & Marke, Community voranbringen, Materielle Kompensation (Produkte für Betatests: z.B. Swisscom TV 2.0)
Die  zuletzt erwähnten Betatests helfen natürlich nicht nur die Produktentwicklung zu verfeinern. Zu diesen Tests gab es extrem viele Social-Media Beiträge und ohne einen Rappen für Marketing ausgegeben zu haben, kamen unzählige Bestellungen rein, bevor das Produkt überhaupt gelauncht wurde. Zwei Mal pro Jahr treffen sich Managment und Produktverantwortliche mit den Super User auf Chips, Bier und gute Gespräche. Dabei entstehen weitere extrem gute Inputs für die Swisscom-Produkte.

Wie misst die Swisscom ihren Erfolg auf Social Media?
  • mit einer Social Media Balanced Scorecard 
  • Kundenzufriedenheit: via NPS / Sentiment 
  • Calldeflection: Workload Äquivalent (wieviele Stunden sparen wir im Callcenter durch Online-Kanäle?) 
  • Absatz: via Conversion / Leads, Sales 
  • Traffic: mit Visits von Social Media Sites
-        Verwendete  Analytics Tools: 
Qualitative Daten werden via Umfragen, Erhebung von Standardwerten ( NPS, Lösungsquoten) erhoben. Eines ist jedoch unentbehrlich. Und das ist lesen, lesen, lesen...

Zukünftige Herausforderung im Bereich Social Media sieht die Swisscom bei...
  • der Schaffung von einheitlichen Messmodellen zur Vergleichbarkeit der Daten
  • Realtime Analytics & KPI’s
  • Customer Insights: aus der Datenmasse das relevante rauszupicken und in die Zukunft zu schauen.
  • Integration in Standardprozesse: "Social-Media-Skills" müssen sich verbreiten, jeder Marketer muss sie besitzen.
  • Social by Design: Co-development (Customer Integration) wird immer wichtiger für die Marktakzeptanz von Produkten und Unternehmen.
Abschliessen noch eine Frage: Wie mache ich mein Unternehmen “Social”?

  1. Wage den Schritt
  2. Gewinne gleichgesinnte im Unternehmen
  3. Lerne & professionalisiere
  4.  Definiere KPIs
  5. Messe sie & reporte
  6. Nutze die Crowd: sie gibt dir Support, gibt Customer Insights sowie Ideen bei der Entwicklung.


Wir danken Jan Biller für diesen interessanten und lehrreichen Nachmittag und verabschieden uns damit für heute :-)

Stay tuned for our next post, aber bevor du gehst: hinterlasse uns doch noch einen Kommentar. Uns interessiert nämlich, ob du ebenfalls denkst, dass eine Gamification allein schon ausreicht, um eine Online-Community am leben zu halten!?

26 Oktober 2014

Affiliate Marketing Teil 2 - 10 Best Practices

1. Dein Team
Mehrere Affiliates zu managen ist sehr komplex und bringt viel Arbeit. Das Outsourcing deines Affiliate Network Managements hält viele Vorteile und sollte speziell bei kleineren Teams in Betracht gezogen werden.

2. Programmauswahl
Recherchiere ausgiebig bevor du dich für ein Netzwerk entscheidest und Geld für eine Software ausgibst. Sprich mit deinen Kunden und finde heraus, wo sie sonst noch online einkaufen. Kleinere Netzwerke sind zudem oft besser für Anfänger, speziell wenn du ein kleinerer Anbieter bist. Grosse Netzwerke verlangen höhere Gebühren und geben kleineren Anbietern gelegentlich nicht den gleichen Support. Suche nach dem perfekten "fit".

3. Zahlungsoptionen
  • Entscheide dich, welche Zahlungsvariante für dich am meisten Sinn macht.  
  • Kreiiere eine realistische schrittweise ansteigende Provision um starke Affiliates zu belohnen und Anreize zu setzen, die Bedeutung deines Links zu steigern.
  • In einigen Fällen kann es von Vorteil sein, einige Partner früher oder später zu zahlen. Falls dies der Fall ist, nimm Kontakt mit deinem Affiliate Management Provider auf, um flexiblere Zahlungsoptionen zu verhandeln.
4. Promo Codes
Lege eine feste Regelstruktur fest, wie du mit Promo Codes umgehen möchtest. Können alle Affiliates damit arbeiten oder nur bestimmte? Möchtest du einigen exklusive Codes geben? usw.

5. Promote die Verwendung von Deep Links
Ermuntere deine Affiliates direkt zu deinen relevanten Komplementärprodukten zu verlinken um Verkäufe zu steigern!

6. Tracking
Verstehe das Tracking-System deines Affiliate Programms um Reporting- und Tracking-Problemen vorzubeugen. 
 
7. Deduplikation
Sollte ein Affiliate Credit dafür bekommen, wenn er/sie einen Klick generiert und der User dann das Fenster schliesst und später eine Suche via Suchmaschine (paid-search klick) startet und auf die Webseite zurückkehrt und den Einkauf tätigt? Sollte beide, Search und Affiliate Credit für diese Conversion (deutsch: Konverion / Umwandlung) erhalten? Es gab nur einen Verkauf und du möchtest diesen nicht zwei Mal zählen. Heute dedupliziert man über alle Marketing Kanäle um doppeltes Crediting zu verhindern. Dazu empfiehlt sich eine Dynmaic-Tag-Firing-Lösung z.B. von Adobe.

8. Cookie Dauer
Wie lange nach dem letzten Klick kann ein Affiliate Credit für eine Conversion verdienen? Meistens wird diese Periode dem Affiliate zuliebe so lang wie möglich angelegt, auch um das Programm konkurrenzfähiger zu gestalten. Frage dich ob das Sinn macht. Im Retail geschehen die meisten Conversions beispielsweise innert 24h. Überprüfe deine Statistiken und setze eine einheitliche Dauer für alle Online Markeing Kanäle (Paid Search, Email, Display, Social).

09. Reporting
Vermeide es zu reporten nur um reportet zu haben. Lege deine Ziele fest (remember SMART?) und entscheide dich für aussagekräftige KPI's (key performance indicators).

10. Gut Ding will Weile haben
Habe Geduld und gib dem Affiliate-System Zeit um zu wirken. Einige Programme brauchen bis zu ein paar Monaten bis sie Affiliates haben, Traffic generieren und Verkäufe steigern. 



Quellen:
Crawford (2014) & FitForCommerce (2010)

16 Oktober 2014

Gewieftes Storytelling - und schon sind wir begeistert?

Dass wir nicht mehr gleich auf Werbebotschaften reagieren wie noch vor 60 Jahren ist uns wohl allen klar. Alles muss schneller sein, Fakten müssen knapp und knackig präsentiert und am besten mit einer einfachen Visualisierung unterstrichen werden, sodass auch der hinterste und letzte Empfänger die Botschaft versteht. Doch wie kann man in einer solch hektischen Zeit wie heute eine packende und zugleich aussagekräftige Geschichte auf den Punkt bringen, bevor man die Aufmerksamkeit des Betrachters verliert? Diese Materie haben wir letzten Freitag mit unserem Dozenten Bruno Bucher im Digital Marketing thematisiert.

Schauen Sie sich vorerst folgendes Video an:


Quelle: IKEA Singapore (2014)

Für mich persönlich ist dies ein grandioses Beispiel, wie ein so simples, unbeeindruckendes und oftmals sogar lästiges Produkt (.... beziehungsweise sehr lästig...... da es ja sozusagen nichts mehr als "Spam im Real-Life-Briefkasten" ist!) durch eine Präsentation des sympathischen Schweden Jörgen Eghammer, Chief Design Güru (respektive angestellter Schauspieler), schmackhaft gemacht wird.

Doch wie hat es dieses 2.5-minütige Video geschafft, innert kürzester Zeit 12'547'597 Klicks auf YouTube zu erhalten?

Das Geheimnis liegt im Storytelling und nebenbei ganz einfach im Witz. Nur nach wenigen Sekunden hat es nicht nur in mir, sondern bestimmt in euch allen die Assoziation zu den Werbespots von Apple geweckt. Diese Erfolgsgeschichte kennen wir ja bereits nur zu gut aus dem Unterricht und den Medien. Der weisse Hintergrund, die 360-Grad Präsentation des „Devices“, eine ruhige Begleitstimme und die angenehme Backgroundmusik sind nur einige Indizien.

Schon bereits der Fakt, dass es sich in diesem Video nicht um ein hochtechnologisches Gerät dreht, sondern ein simpler Werbekatalog beworben wird, ist schon urkomisch. Dass IKEA den IT-Giganten Apple dabei auf den Arm nimmt, gibt dem ganzen Spot einen zusätzlichen Witz. Schauen Sie sich das Video nochmals an und ertappen Sie sich, wie sie ihren Bildschirm anlächeln. Es funktioniert tatsächlich ;) – und exakt in diesem Zeitpunkt hat sie IKEA gewonnen!

Und das ist auch das Erfolgsgeheimnis dieses Videos, denn über unser Unterbewusstsein werden bereits Emotionen ausgelöst die eine positive Haltung zum Produkt (ja zu diesem nervigen Werbekatalog! – kaum zu glauben) verursachen. Nebst dem Witz wird die Geschichte auch so aufgegleist, dass es unser Interesse weckt. James Joyce nennt diese Art von Storytelling Monomythos. In der ersten Phase spricht der charmante Jörgen mit seinem schwedischen Akzent von etwas Neuem, etwas, dass unsere Lebenseinstellung ändert, ein Gerät, so einfach und so intuitiv, dass sich dessen Bedienung bereits vertraut anfühlt. Wir wissen nicht wovon er spricht und doch wurde bereits unser Interesse geweckt. Erst dann erscheint plötzlich der IKEA-Katalog und sofort wissen wir, worum es geht. Die erste Schwelle haben wir somit hinter uns und es geht weiter mit dem zweiten Akt. Dabei wird uns das "BookBook" aus jedem Winkel präsentiert und in den nächsten zwei Minuten erfahren wir alle wichtigsten Fakten und Features, die das Produkt mit sich bringt. In den letzten 30 Sekunden, dem dritten Akt, erfahren wir, wo das hochaufgelöste "BookBook" beschaffen werden kann und zu welchem Preis, nämlich gratis.

Wie lange war noch gleich die Seitenlänge des Kataloges, oder wie viel wiegt es? All diese Fakten haben wir längst vergessen, und doch haben wir uns eine Meinung über das Produkt gebildet, ohne uns dabei rechtfertigen zu können. Das überrascht uns nicht, wenn wir bedenken, dass gerade nur 5% des rationalisierten Denkens in eine Entscheidung einfliesst (Bucher 2014).



Der bezaubernde Jörgen hat also mit seinen glänzenden Äuglein seine Begeisterung auf uns übertragen und unserem Vorbewusstsein sowie unserem Unterbewusstsein einen Streich gespielt. Ich bin mir nämlich sicher, das dieser IKEA-Katalog im 2015 etwas ganz Besonderes sein wird. Ich glaube ich google jetzt gleich einmal das Release-Datum. ;-)